Mit Bahn, Bus & Schiff nach Australien usw!

Irkutsk
Irkutsk

 

Irkutsk ~ Baikalsee


Etappe 15 ~ v. Sa. 06.10. bis Mo. 15.10.2007


Am Samstagmorgen, Ortszeit Moskau 05:26 oder + 5 Stunden = 10:26 Ortszeit Irkutsk, ratterte mein über 80-Stunden-Zug in den Hauptbahnhof von Irkutsk ein. Wieder ~ oder immer noch ~ bei strahlendem Wetter, obwohl eine Leuchtanzeige auf der Bahnhofsfassade Minus 2 Grad anzeigte. Ich war also nicht nur in Irkutsk gelandet, sondern Anfang Oktober auch im Winter. Aber das war ja schon nach meinem Erwachen im Schnee hinter Nowosibirsk deutlich geworden, dass es mit den gemütlichen 26 Grad vorbei war, wie ich sie noch in Moskau gehabt hatte. Ist schon putzig mit dem Wetter, denn bei dem Sonnenschein, der mich nach wie vor begleitete, kletterte das gleiche Thermometer am 15. Oktober um 11 Uhr noch auf 11 Grad.
Und so hörte ich dann doch erst mal auf Olgas Rat, sicherheitshalber zumindest meine Fleecejacke anzuziehen, um nicht gleich bei meiner Ankunft zu erfrieren. Und dann war es soweit, meine Sitzbank-Liege war wieder
nackt, genauso, wie ich sie vorgefunden hatte.
Mein Dankeschön für Julia und Tanja, unsere Zugbegleiterinnen, hatte ich zuvor der Erstgenannten in die Hand gedrückt, da sie inzwischen wieder Dienst hatte. Meine Klamotten waren zu dem Zeitpunkt gepackt und mussten durch den engen Gang nach vorne zum Wagenausgang geschleppt werden (pro Wagon gab es immer nur einen Aus-, bzw. Eingang, der andere war verriegelt). Olga erledigte das Gleiche mit ihrem Koffer hinter mir, und Tanja lief vorne weg, quasi als Abschiedskomitee, während Sascha das traute Heim hütete. Möglicherweise würden die beiden es mit etwas Glück nun bis Blagoveshchensk, ihrer Endstation, für sich haben. Von dort bis Wladiwostok, der Endstation der Trans-Sib, hätte der Zug dann immer noch etwas mehr als 1800 Kilometer durch die Gegend zu rollen, bevor die gesamten 9289 Kilometer abgespult sein würden. Aber dass es mich nach meinen Erfahrungen immer noch reizen könnte so lange an einem Stück im Zug sitzen ~ auch nicht mit der richtigen Trans-Sib ~ kann ich nicht mehr behaupten.

Und dann leuchtete mir beim Aussteigen doch tatsächlich auf dem Bahnsteig ein Schild mit fetten roten Buchstaben entgegen, das nach einem Hans, also nach mir fahndete. Ich hätte nicht gedacht, dass das Treffen mit meiner Abhol-Fee in der Menschenmasse so leicht klappen würde. Aber Swetlana stand dort, eindeutig Sibirijakin von ihrer Physiognomie her und freute sich, als ich durch das Gewusel auf sie zu marschierte. Und ich freute mich, dass sie dort stand.
Nach einer kurzen Einführungsrunde ging's raus vor den Bahnhof und über die Straße zur Bushaltestelle. Statt mit dem normalen Bus, würden wir mit einem Minibus, einer
marshrutka“ in ungefähr 20 bis 30 Minuten raus zum Baikal Hostel fahren, meinte sie. Meine erste Fahrt mit so einem Teil, ging auf Kosten des Hauses. Olga hatte also recht behalten mit ihren Entfernungsangaben. Na ja, wenn sie es nicht weiß, wer dann.
Das Fahren mit diesen Minibussen und auch den normalen Bussen ist übrigens eine äußerst preiswerte Angelegenheit. 10 Rubel, das sind gerade mal 30 Cent, verlangte man für die Fahrt, egal, wie weit sie innerhalb der Stadt auch immer ging. Eine Busfahrt kostete sogar noch 3 Rubel weniger.
Nach dem Einchecken wollte ich mich auf den Weg in die Stadt machen und bekam dazu von Swetlana eine schlechte Stadtplan-Kopie und einen Schlüssel in die Hand gedrückt, der mit seinem doppelten Bart wie ein Tresorschlüssel aussah. Dazu gehörte eine Art Dongel mit einem kleinen Magneten, den man ich eine Öffnung außen am Türschloss drücken musste. Nur wenn das passgenau erfolgte, ließ sich der Schlüssel betätigen und die Tür öffnen. Da mir das nie auf Anhieb gelang, war es jedes Mal aufregend, ob und wann ich wieder ins Warme gelangte.
Das Baikal Hostel hatte ich mir auf Grund der Lonely Planet Empfehlung ausgesucht und weil es einem Deutschen gehörte, was ich äußerst interessant fand. Diesen Typen hätte ich doch zu gerne kennen gelernt. Aber leider hielt er sich just in
Deutschlandauf.
Stattdessen gab es außer Swetlana eine weitere, besonders süße Mitarbeiterin, die fleißig Deutsch lernte und auch Englisch und Französisch sprach. Womöglich die Freundin des Inhabers. Dazu betätigte sie sich künstlerisch, was auf angenehme Weise an sämtlichen Wänden des Hostels zu sehen war, wie auch an dem Schild mit meinem Namen.
Noch bevor ich sie kannte und das alles wusste, war ich ihr bereits vor dem Hostel begegnet, als ich mit es mit meiner nachträglich geholten Jacke wieder verließ. Sie hatte wohl den richtigen Riecher, wer dieser Fremdling sein könnte, lächelte mich freundlich an und quatschte sogar ein paar Takte mit mir, der völlig baff darüber war, dass das so einfach mal so passierte. Der Groschen fiel in dem Moment, als ich später zurück kam und sie im Hostel antraf.
Aber erst einmal sollte es ja wieder mit einer
marshrutka“ zurück in die Stadt gehen, wobei ich bei dieser Fahrt gleich nach der zweiten Haltestelle vom Fahrer angemacht wurde, weil ich nicht bis auf den letzten freien Platz in der letzten Ecke vorgerückt war, denn dadurch konnte er einen neuen Fahrgast nicht mehr einladen, weil der nicht reinkam. So'n Shiet aber auch, wer kann so etwas bei seiner zweiten Minibusfahrt schon wissen, zumal ich befürchtete, von dahinten nicht sehen zu können, wann ich aussteigen müsste. Trotzdem kam ich in die Stadt, wenn auch mangels gescheitem Stadtplan nicht zielgenau. Ich stieg zu früh aus, ohne zu wissen wo genau ich mich befand und musste das nun korrigieren, was die gleichen lustigen Schwierigkeiten wie immer heraufbeschwor: Ganz Irkutsk schien kein Englisch zu sprechen, und ich nach wie vor zu wenig Russisch. Also vertraute ich letztendlich der miesen Stadtplankopie und wanderte munter drauf los. Was, wie bisher noch immer, gut klappte, denn ich landete trotz des irrsinnigen Verkehrs, der hier kaum anders als in Moskau war, wenig später im Zentrum.
Manoman, auch hier staunte ich erneut wieder über das
Kontrastprogramm, das Irkutsk sich ausgedacht hatte. Noch stärker als bisher hatte ich das Empfinden, mich garantiert nicht mehr in Europa und schon gar nicht mehr in einem vertrauten Umfeld zu befinden. Straßennamen waren nach wie vor schlecht zu entdecken, da sie sich halt nicht am Straßenbeginn an dem ersten Gebäude oder an einem Pfosten befanden, sondern erst 3 Häuser weiter, oft gar nicht auffindbar waren. Und sämtliche Läden waren noch schwerer zu identifizieren und zu finden, als bisher. Außerdem gab es fast nur noch Mini-Läden, kaum mehr als 2 oder 3 Quadratmeter groß ~ selbst in dem einzigen Supermarkt ~ aber mit allem bestückt, was ein Russenherz begehren mochte. Hauptsächlich Klamottenlädchen jeglicher Art, Handy Shops, CD-Lädchen, Schnapslädchen, Zigarettenlädchen, Schlüsseldienste und was weiß ich. Manchmal in Kombination. Und dann fing das Gleiche von vorne an und wiederholte sich, bis zum Abwinken.
Aber die Menschen waren einfach super, wie gehabt. Sie wahrzunehmen, in ihrer Andersartigkeit, in ihrem bunten Gemisch ~ und dennoch den gemeinsamen Nenner zu entdecken ~ war das
Faszinierendste. Einer von ihnen half mir gar beim Kauf einer weiteren SIM-Card, die im riesigen Russland entfernungsbedingt wieder einmal fällig war.
Was in St. Petersburg noch mit einigem Hin & Her geklappt hatte, wollte hier nicht funktionieren. Man bestand darauf, dass ich so ein Telefonkärtchen nur mit einem russischen Pass, quasi als Russe kaufen könne. In keinem der Lädchen hatte ich Erfolg. Bis ein Mann mein Bemühen interessiert beobachtete und sich einmischte. Nach einigem Palaver zückte er seinen Pass, die SIM-Card wurde auf seinen Namen eingetragen und landete nach anschließendem Bezahlen in meinem seit Tallinn simlock freien Handy. Mein Gönner freute sich mit mir und war anscheinend mit meinem
„charrascho“ plus „spassiba“ höchst zufrieden, denn er ließ sich zu nichts einladen und wollte auch sonst nichts annehmen.
Faszinierendwar auch, dass ich hier bei meinem allerersten Rundgang gleich mehrere Möglichkeiten fand, bei denen ich meinen Rucksack hätte reparieren lassen können. Jedenfalls sah es so aus. Ein alter Mann hatte seine Nähmaschine und alles was er brauchte, gar an einer Straßenkreuzung aufgebaut und reparierte dort alles: Schuhe, Taschen, was immer man ihm in die Hand drückte. Und alles war in allerkürzester Zeit fertig. Nix mit: Hier hamse 'n Zettel, kommse mal am Donnerstag wieder, aber nicht zu früh, dann hab' ich's vielleicht fertich.“ Nein, hier fluppte das in Echtzeit. Ein Junge hatte einen Schuh ausgezogen und wartete darauf, ihn in einigen Minuten repariert wieder anziehen zu können. Kaum zu glauben. Einen anderen Schuster konnte ich in seinem Lädchen bei der Arbeit beobachten, wie er in alter Manier mit einer Ahle und anderen Werkzeugen, deren Namen mir entfallen sind, einen, sich in seine Bestandteile aufgelösten Schuh reparierte. Er hockte da wie in Trance, völlig in sein Tun versunken, als gäbe es nichts anderes. Bei uns hätte so ein zerschlissener Treter keine Chance gehabt.
Trotz dieser Fachleute hat es letztlich mit der Reparatur meines Rucksacks dann doch nicht geklappt, weil alle meinten, dass mein Rucksack sich nicht reparieren ließe. Vielleicht meinten sie ja auch nur, dass es sich nicht lohnt. Keine
Ahnung, was sie da vor sich hinbrabbelten.
Inzwischen war es noch frischer geworden, trotz meiner Jacke, die ich mir ja noch geholt hatte. Ich hätte gut und gerne noch einen zusätzlichen Pulli gebrauchen können, aber ohne die Jacke wäre es echt lausig geworden, zumal der Nachmittag ja weiter fortschritt und es statt wärmer eher noch kühler wurde. Wahrscheinlich würde ich mir doch noch 'ne lange Unterhose besorgen müssen, auch wenn ich für diese Dinger nichts übrig habe, aber frieren ist auch nicht mein Ding.
Und so habe ich mich dann erst mal wieder auf den Rückweg gemacht, um wieder ins Warme zu kommen ~ und sei es nur der Bus ~ ohne genau zu wissen, wie und wo ich denn nun einen Mini- oder auch Maxibus finden könnte, der mich Richtung Baikal Hostel fahren würde. Denn durch meine Kreuz- und Querlatscherei war ich wieder einmal ganz schön ins Abseits geraten. Aber ich erwischte dann nahezu auf Anhieb einen der großen Busse. Und das war mal wieder ein super Gefühl.
Ich weiß nicht, aber so mancher wird kaum nachempfinden können, wie es ist, frisch angekommen zu sein in einer absolut fremden und nicht gerade kleinen Stadt mit ihren Menschen, die sowohl in einer fremden Sprache als auch Schrift kommunizieren. Und von denen niemand, den man fragt, Englisch oder Deutsch versteht und trotzdem die richtige Bushaltestelle plus passenden Bus zu finden, um quer durch die ganze Stadt dort hin zurück zu kommen, wo man aufgebrochen war.
Aber dannstand ich in diesem Bus direkt neben dem Fahrer, weil das Gefährt a) voll war, ich b) sehen wollte, wo es langging, um evtl. vertraute Sichtmarken früh genug zu erkennen und somit die passende Haltestelle nicht zu verpassen und c) weil er das Fahrgeld in meinen Händen aus irgendeinem Grund nicht annehmen wollte und immer nur so etwas wie „patom“ sagte. Ich hatte keinen Schimmer, was er mir damit sagen wollte. Und da ich zu dem Zeitpunkt noch nicht gerafft hatte, dass jeder Fahrgast seine Fahrt erst beim Aussteigen bezahlte, nahm ich an, dass es nachher bedeutet und wartete geduldig, bis er geneigt sein würde, meinen Obolus anzunehmen. Allerdings hätte ich darauf bis zum Sankt Nimmerleinstag warten können.
Erst später, als ich im Hostel nachfragte, erfuhr ich, dass es Spiegel bedeutet, und ich ihm die Sicht versperrt haben dürfte. So was aber auch. Somit war es für mich da vorne dann gleich doppelt spannend, weil der Fahrer trotz dieser Behinderung mit dem Verkehr klar kommen musste, und ich seine Fahrweise und die der anderen Autofahrer hautnah mit bekam. Millimetergenau wussten anscheinend alle einzuschätzen, ob es noch passt, oder ob gebremst, bzw. Gas gegeben werden musste. Einige Male war ich sicher, dass wir gleich mindestens ohne Außenspiegel weiterfahren würden.
An dieser Stelle ist es von gewissem Interesse zu wissen, dass etwa die Hälfte der PKW's und ein Teil der Minibusse das Lenkrad auf der rechten Seite haben, was für jemanden wie mich im auch hier geltenden Rechtsverkehr die ganze Angelegenheit noch einmal komplizierter erscheinen ließ. Zumal ich mich gut daran erinnern konnte, wie es war, als ich mit meinem deutschen Auto durch England fuhr. So etwas ist nicht ohne weiteres für schwache Nerven geeignet, aber in gewisser Weise auch spannend. Unweigerlich fängt man an zu wetten, gewinnt das rote oder das weiße Auto? Ähnliches habe ich mit gleicher Begeisterung und Spannung später nur in Bangkoks Tucktucks oder seinerzeit bei den Autofahrern im Senegal erlebt.

Anders als bei uns, stammten die Busse nicht von Mercedes o.ä. sondern waren in aller Regel asiatischen Ursprungs. Oft von Firmen, deren Namen bei uns gar nicht oder nur wenig bekannt sind. So wusste ich bisher nicht, dass Toyota oder Daihatzu und andere auch Busse bauen, weil so etwas bei uns nicht durch die Gegend rollt. Aber einer dieser Busse hatte gar ein Armaturenbrett aus feinstem Wurzelholz ~ da kam doch gleich Bentley- oder Rolls-Roys-Feeling auf.
Allerdings konnten sichdie Fahrer kaum diesem Feeling hingeben, hatten stattdessen einiges zu managen, da sie allein auf ihrem Bock waren. Außerdem mussten sie die Finanzen verwalten, will heißen, das Fahrgeld zu kassieren. Und das bedeutete, dass jeder am Ende seiner Fahrt an ihm vorbei musste, um seine Rubelchen loszuwerden. Natürlich erhöhte das das Gedränge im vorderen Teil des Busses noch zusätzlich. So etwas wie Fahrkarten gab es allerdings nicht, auch keine 10er, Wochen- oder sonstige Karten, die zu mehr als einer Fahrt berechtigt hätten. Und so handhabtejeder Fahrer das ungefähr auf die gleiche, weil wahrscheinlich bewährte Art und Weise. Sie hatten sich aus irgendwelchen Schachteln oder Kästchen Behältnisse gebastelt, in die sie ein und zwei Rubel Stücke so klemmen konnten, dass sie auf diese Weise auf die 10er Rubelscheine ~ mit denen bestimmt zu 80% bezahlt wurde ~ schnellstmöglich 3 Rubel zurück geben konnten. Die Busfahrt kostete nun mal 7 Rubel. Und für den Fall, dass jemand mit 'nem Hunni oder einem Fuffziger bezahlte, steckten in allen möglichen Ritzen des Armaturenbrettes jeweils 9, bzw. 4 bündelweise zusammengefaltete 10er Rubelscheine, um auch in so einem Fall fix wechseln zu können. Das Sortieren der Münzen, Bündeln und Falten der Scheine, sowie Rauchen, Telefonieren usw. bewerkstelligten sie äußerst geschickt während der Fahrt mit einer Hand. Dabei wurden die Bündel sogar noch einmal nachgezählt.
Die Busfahrten waren eh die spektakuläreren Fahrten, weil ~ wenn man es geschickt anfängt ~ in einen Bus nun mal grundsätzlich mehr Menschen hineinpassen, als in einen Minibus, der mit 13 oder auch 15 Personen voll besetzt ist, wenn neben dem Fahrer noch 2 Personen sitzen. Dann aber war Schicht im Schacht. Bei den Bussen lief das anders. Hier wurde jeder mitgenommen, der den Wunsch hatte, mitgenommen zu werden. Da konnte das Gefährt noch so voll sein. Hier galt das Motto: Einer geht (mindestens) noch rein. Und so wurde gedrängt, gestopft, gepresst, bis das Unmögliche möglich wurde. Ich hatte keine Ahnung, dass sich die Kapazität eines Busses auf diese Weise dramatisch steigern lassen könnte.
Als ich einmal mit einer jungen Frau als letzte noch vor dem bereits überfüllten Bus stand, wollte ich sie vorlassen ~ höflich, wie ich nun mal bin. Sie bestand jedoch darauf, dass ich, der Ältere den Vortritt haben müsse (so langsam beginne ich, diese Tatsache zu genießen *grins*). Und so standen wir dann schließlich beide auf der untersten Stufe. Sie links, und ich rechts, dort, wo auch die Falttür angeschlagen ist. Wir hätten wirklich beide nicht mehr einsteigen sollen / dürfen, denn als diese Tür sich dann dank der Hydraulik, Pneumatik oder welchem technischen Druck ausübendem Mittel auch immer schloss, presste sie uns beide wie Sardinen weiter in diese Bus genannte Büchse hinein, dass mir fasst die Luft wegblieb. Ich wusste zu dem Zeitpunkt noch nicht, welche Kraft so eine Busfalttür entwickeln kann.
Das alles passierte natürlich nicht auf meiner ersten Busfahrt, sondern im Laufe der vielen, die noch folgen sollten, wenn ich erneut ins Zentrum aufbrach und ohne Plan & Ziel herumstromerte. Dabei entdeckte ich die alten schönen Holzhäuser, die leider oft dem Verfall preisgegeben wurden, um Platz für seelenlose Betonkästen zu machen. Und auch den urigen Markt, der aussah, als wäre der Markt meiner Kindheit wieder auferstanden mit all den Frauen und Männern, die Beeren, Kartoffeln, Rote Beete und anderes, wahrscheinlich aus dem eigenen Garten, Feld oder dem Wald anboten. Oder die wunderschön erhaltene Apotheke Nr. 1, die damit Reklame machte, dass sie die erste in Irkutsk war. Auch Väterchen Lenins Denkmal fand ich auf einem versteckten Platz, in den die Karl-Marx-Straße mündete.
Ein oder zweimal bin ich den langen Weg ins Zentrum in beide Richtungen sogar gelaufen, ich wollte unbedingt wissen, ob und was mir an sehenswerten Dingen zu Fuß begegnete. Eine Menge Verkehr, ein Laden, ganz in der Nähe, in dem ich Verpflegung kaufen konnte, etliche alte und neue Gebäude ~ teilweise recht interessant ~ ein Stück Ufer der Angara und runde Füße waren die
Ausbeute.

In Irkutsk habe ich erstmals auch das Überqueren von Straßen in der Form geübt, wie es die Einheimischen machten. Meine Bezeichnung dafür war „Street-car-surfing“, in Anlehnung ans U-Bahn-surfen. Aber im Gegensatz zu jenem, erschien es mir quasi als überlebenswichtig. Hier und in allen Städten mit ähnlich rücksichtslos erscheinendem Verkehrsaufkommen, von denen noch genügend auf meiner Reise zu erwarten waren. Und anders als in Moskau praktizierten es alle. Will heißen, dass die Fußgänger sich an jeder beliebigen Stelle scheinbar todesverachtend ins Verkehrsgetümmel stürzten, wenn sie auf die andere Straßenseite wollten. Fußgängerampeln und Zebrastreifen gab es zwar, aber dort galten ebenfalls die Regeln des „Street-car-surfings“. Bevor ich es jedoch selber so wagte, beobachtete ich erst einmal diejenigen, die es drauf hatten. Sie fixierten mit einer Art magischem Blick den jeweiligen Autofahrer und marschierten energisch los und machten damit klar, dass es ihnen ernst war. Die Autofahrer reagierten erstaunlicherweise entsprechend darauf, bremsten ab und ließen die Fußgänger passieren.
Nachdem ich das einige Male beobachtet hatte, schloss ich mich erst einmal den Könnern an, bevor ich mich ein erstes Mal allein in den reißenden Strom traute und auf der Stelle mein erstes
„Street-car-surfing“ Erfolgserlebnis hatte. Unzählige sollten folgen.


Achtung: Ich möchte allerdings dringend darauf hinweisen, dass diese Methode bei uns nicht funktioniert, da deutsche Autofahrer, sofern sie nie in solchen Städten längere Zeit unterwegs waren, nichts mit dem magischen Blick eines Fußgängers anzufangen wissen und außerdem blind darauf vertrauen, dass jedem Verkehrsteilnehmer jegliches Selbstverantwortlichkeitsgefühl abtrainiert wurde und sich nur noch regulativ zu verhalten vermag.

Als ich nach meiner ersten Fahrt in die Stadt trotz Kälte dann zufrieden und glücklich wieder in meinem Hostel angekommen war, machten sich so langsam die schlaflosen Momente der Zugfahrt bemerkbar, so dass ich dann doch erst einmal abdanken musste, obwohl der Abend noch relativ jung war. Aber nicht nur im Zug, auch hier wurde geheizt, als wenn mindestens eine mittlere Eiszeit ausgebrochen wäre, nur konnte die Heizung weitestgehend abgedreht und ein kleines, etwas mehr als briefmarkengroßes Fenster geöffnet werden, womit ich dann das erste Mal wieder wunderbar und ohne irgendwelche Kühleinlagen schlafen konnte, und zwar von 10 bis 10, etwas, was ich normalerweise kaum schaffe.
Möglich war das, weil ich zeitweise das 4-Bett Zimmer für mich allein hatte, meistens war ich sogar der einzige Gast. Für ein oder zwei Übernachtungen gab es noch einen jungen Polen, der neben Russisch auch recht gut Deutsch sprach. Der Bursche war mutterseelenallein um den Baikalsee gewandert, hatte bei Leuten in den kleinen Dörfern genächtig und wusste jede Menge zu erzählen. Er
bewohnteeins der anderen Zimmer, so dass wir erst einmal beide quasi unser Einzelzimmer hatten. Herrlich.
In einer Nacht wurde ich jedoch deutlich nach Mitternacht von einigem Getöse geweckt. Eine chinesische Familie ~ Papa, Mama und zwei erwachsene Söhne, etwas über zwanzig ~ störten den nächtlichen Frieden gewaltig. Zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass es für eine Gruppe Chinesen völlig normal ist, andere Gäste, auch schlafende, unbedingt wissen zu lassen, dass sie angekommen sind und sich im Hostel wie im Zimmer häuslich einrichten. Die Eltern und ein Sohn wurden in meinem Zimmer einquartiert und nach einigem Hin & Her war es dann endlich wieder still. So weit so gut. Aber als ich gerade wieder fast weggetreten war, ertönte die freundliche Melodie eines Handys, das des Sohnemanns. Und da es sich ja im Bett recht bequem telefonieren lässt, bekakelte er nun in seiner Muttersprache mit enormer Lautstärke alles, was nachts gegen zwei Uhr in epischer Länge zu bekakeln geben kann. Er hörte und hörte nicht auf, was mein Ohropax und mich mehr & mehr überforderte.
Mamachen und Papachen schien es nicht zu stören. Und so versuchte ich mir mit einem etwas angefassten
„excuse me“ und einigen weiteren wohlüberlegten WortenGeltung zu verschaffen. Was mir nicht gelang, da niemand in der Familie des Englischen nicht mächtig war und nicht im Geringsten zu ahnen schien, dass mich der Singsang einer kräftigen Chinesen-Stimme vom Schlafen abhielt. Also sauste ich aus dem Bett, aus dem Zimmer und quer durch den Flur zu der Tür, hinter der ich die beiden Hostel Mädchen wusste und bat um Übersetzungs- und Vermittlungshilfe, denn Russisch sprachen die vier. Worauf der junge Mann tatsächlich sein Telefonat beendete.
In der folgenden Stille tauchte ich langsam wieder ins Reich der Träume ein, als das Handy erneut seine fröhliche Melodie anstimmte, die vom singenden Bass seines Besitzers abgelöst wurde. Mein dieses Mal sofort erfolgender Einwand wurde erneut als Aufforderung aufgefasst, ruhig weiter zu quatschen, und so störte ich die Mädchen ein zweites Mal, die den Typen nun in die Küche verbannten, wo er noch eine ganze Weile telefonierte. Warum nicht gleich so? Aber selbst das war trotz Ohropax noch zu hören, wenn auch deutlich abgeschwächt.
Wie schön, dass sich der Clan am nächsten Morgen wieder verabschiedete, während ich das
„small breakfast“ ~ wie es in der Hostel Beschreibung so schön hieß ~ genoss (bestehend aus zwei verschiedenen Marmeladen, Weißbrot und Butter), bevor ich mich auf den Weg machte, um den langen Jammer der ul. Lermontova (ul. = ulitza = Straße) auch mal in die andere Richtung abzuklappern. Am Ende dieser langen Straße war auf meiner Stadtplankopie ein Damm zu erkennen, mit dem dazugehörigen Wasser, das so ein Teil nun mal aufzustauen hat. Es war wohl der Fluss Angara, der sich um und durch Irkutsk schlängelt, ich war ihm schon an anderer Stelle begegnet. Die Straße nahm & nahm kein Ende und nach einer Stunde hätte ich fast aufgegeben. Da glitzerte es plötzlich wässerig durch die Büsche und ich entdeckte einen Weg, um mich dem Geglitzer nähern zu können. Und da lag sie dann im Sonnenschein vor mir, diese Bucht, und ich brauchte nur noch der Einladung ihres Ufers zu folgen, um zu schauen, was es hinter den Biegungen zu entdecken galt. Auf jeden Fall war es ein bezauberndes Fleckchen Erde, von Wasser eingerahmt.
Im Sommer dürfte es hier pickepackevoll sein und von Menschen nur so wimmeln. Waren doch auch an diesem Tag einige unterwegs, die genau wie ich von dem schönen Tag ans Wasser gelockt worden waren. Alle Nase lang brannten kleine Feuer, an denen meist jüngere, aber auch ältere Menschen saßen und irgendetwas futterten und tranken. Vom Lärm der Straße und der Stadt war hier nichts mehr zu hören und wieder überrollte mich dieses Glücksgefühl, das wie schon zuvor durch solch kleine Dinge ausgelöst wurde. Zumal sich in mir auf meinem Weg entlang der Bucht der Nebel klärte, wie es nun weitergehen sollte. Ich wollte dem kleinen Ort Listvyanka, direkt am Baikalsee gelegen, einen Besuch abstatten, mit der Bahn die alte stillgelegte 84 Kilometer lange Strecke der ursprünglichen Trans-Sib abfahren, die Insel Olkhon (Olchon gesprochen) für 4 Tage heimsuchen und mich um mein Ticket für die Weiterfahrt in die Mongolei nach Ulan Bartor kümmern. Für all diese Dinge galt es nun herauszufinden, wo und wie ich die nötigen Informationen, die Tickets und sonstiges Wissenswertes bekommen könnte.
Um zur Tat schreiten zu können, hatte ich erst einmal den langen Weg nach Haus, sprich zum Hostel zu bewältigen. Und um den langen Marsch entlang der Straße nicht ein zweites Mal machen zu müssen, fragte ich mich nach bewährter Methode wieder so lange durch, bis ich den richtigen Bus ~ dieses Mal einen Minibus ~ erwischt hatte, und dann konnte ich loslegen mit dem, was ich mir an der Bucht überlegt hatte.
Das Thema Mongolei-Ticket und die Fahrt nach Listvyanka war schnell geklärt. Für ersteres musste ich zum Hauptbahnhof, wurde dort mit meinem Zettel von einem Schalter oder einer Instanz zur nächsten verwiesen, bis ich im Obergeschoss dann bei den Fernzügen landete und das begehrte Stück Papier bekam. Und für die Fahrt an den großen Teich
„Lake Baikal“ hieß es, am anderen Morgen zum Busbahnhof zu fahren, eine „marshrutka“ mit der entsprechen Zielangabe zu finden, einzusteigen, zu warten, bis sie voll war und dann loszufahren. So einfach gestaltete es sich, was mir sehr gefiel.
Nach etwas mehr als einer Stunde war ich dann vor Ort und stand zum ersten Mal am Ufer dieses riesigen, irgendwas um die 1,5 Kilometer tiefen Süßwassersees. Auf meinem Streifzug am Ufer entlang, entdeckte ich in der Nähe eines hübsch angelegten Picknick-, Bade- und sonstigen Platzes die ersten Boten des tibetanischen Buddhismus ~ vielleicht auch der sibirischen, bzw. buriatischen Schamanen, ich bin mir da nicht ganz sicher ~ mit Stofflappen umwickelte Bäume. Und wie diese Frei-Badeanstalt zeigte, kann in diesem kalten Gewässer auch gebadet werden, auch wenn es selbst in den kurzen heißen Sommern kaum mehr als 11 bis 15 Grad hat ~ die Eisschwimmer trauen sich das sogar im Winter bei Minus 40 Grad in einem extra dafür aufgehackten Loch zu tun. Na ja, wer's mag.
Auch hier gab es einen obligatorischen Markt, auf dem unter anderem auch Fisch in allen Variationen verkauft wurde. Frisch, getrocknet, geräuchert, eingelegt und was weiß ich noch. Und als mir eine Babuschka ein Stückchen zum Probieren anbot, fiel mir die Empfehlung ein, auf jeden Fall den speziellen Baikalfisch, den Omul, einen lachsähnlichen forellengroßen Fisch zu probieren. Sie brach einen dieser Fische mittig auf, und ich durfte mir ein Stück rauspulen. Tja, und dann habe ich den Fisch gekauft, nicht weil ich mich verpflichtet fühlte, sondern weil er so lecker war. Für einen Euro, umgerechnet. Und dann stand ich am Ufer dieses Sees und mümmelte genüsslich einen seiner Ex-Bewohner aus der Hand. Ein interessanter Gedanke, wie ich fand.
Da mich meine Rückfahrt wieder zum Busbahnhof führte, kümmerte ich mich praktischerweise noch schnell um mein Ticket zur Insel Olkhon. Auch wieder mit ein paar Worten in kyrillischer Schrift, die nach einigem Hin & Her erneut ihre Wirkung taten. Tja, und damit stand nun fest, dass ich am Donnerstag mein gastliches Hostel verlassen und vor meiner Weiterreise in die Mongolei erst noch auf die ser Insel im Baikalsee landen würde. Wiederum per
„marshrutka“ plus Fähre.Und dieses Ticket musst e am Busbahnhof gekauft werden. Es konnte nicht in dem Minibus gekauft werden, der mich in etwas mehr als fünf Stunden ~ incl. der Überfahrt mit der Fähre ~ nach Olkhon bringensollte.

Das Ticket für die ehemalige, 84 Kilometer lange, nur einspurig restaurierte Trans-Sib Strecke musste hingegen in einem speziellen Büro gekauft werden, und die Fahrt würde dann am Hauptbahnhof losgehen. Allerdings gestaltete sich dieser Kauf wieder einmal etwas komplizierter, weil das Büro nur in ähnlich aufwändiger Suchweise zu finden war, wie schon bei den Läden beschrieben. Und das, obwohl mir Yana, eine der Mitarbeiterinnen des Hostels, den Weg dahin an und für sich gut beschrieben hatte. Aber ich fand dieses Büro im ersten Durchgang einfach nicht. Wo ich überall rumgeturnt bin, ging auf keine Kuhhaut. Die letzten Hinterhöfe und Gassen habe ich abgesucht und nichts gefunden. Und so musste ich am nächsten Tag noch einmal hin. Das Ganze habe ich dann mit meiner Zugfahrt kombiniert, was allerdings bedeutete, früh genug aufzustehen, den Berufsverkehr zu meistern und ein paar Umwege in Kauf zu nehmen. Aber wo ein Wille, da ist auch ein Gebüsch o.ä. und so saß ich dann ~ nachdem es nach erneuter Einweisung durch Yana dann doch noch geklappt hatte, pünktlich im Zug, der außer mit Russen auch mit drei Deutschen die Fahrt antrat. Uns findet man halt überall, wie ich immer wieder feststellen sollte, schon ganz schön putzig. Nur schade, dass alle Ansagen nur in Russisch erfolgten, obwohl Maryna, die Zugbegleiterin, Deutsch sprach. Aber immerhin tauchte sie hin und wieder bei mir auf, um mir den russischen Text, den sie in epischer Breite erzählte, in Kurzform zu verklickern. Auf diese Weise und dem in Deutsch gehaltenen Begleitheft, erfuhr ich dann doch 'ne ganze Menge über diese alte Eisenbahnstrecke.
Außerdem sorgte sie dafür, dass ich nicht allzu sehr vom Fleisch viel, denn ich hatte mich an diesem Morgen verschlafen, was seit ewigen Zeiten nicht mehr vorgekommen war. Auf Grund des bereits beschrieben
SIM-KartenWechsels hatte ich nicht aufgepasst und mein Handy falsch programmiert. Also musste ich im Affentempo durchs Bad fegen, auf mein „smal breakfast“ verzichten und vergaß dann auch noch in der Hektik glatt meine am Abend vorher geschmierten Kniften. Maryna ~ selbst gut genährt ~ die registrierte, dass ich im Gegensatz zu den anderen nichts Essbares dabei hatte, lotste mich dann später in einem Dorf während einer Pause in das klitzekleine Häuschen einer alten Frau, in dem auch schon andere aus dem Zug saßen. In jenem Dorf gab es nur noch 9 Einwohner, wie sie uns erzählte, unter anderem besagte alte Frau, die uns neben Borschtsch (die wohl bekannteste russische Suppe) auch Pelmini (eine Art Maultaschen) anbot. Frischgekocht, versteht sich. Ich nahm beides, da ich inzwischen ziemlichen Kohldampf hatte und kann nur sagen, es schmeckte klasse, was die alte Dame da gekocht hatte.
Um die Winzigkeit ihres Domizils deutlich zu machen, die Raumhöhe war nur geringfügig höher als Türhöhe. Der L-förmige Raum, in dem wir zu neunt eng an eng an einem Tisch auf zwei ein-Brett-tiefen Bänken (ca. 20 cm) saßen, enthielt außerdem noch die Kochstelle, eine nicht kleine Kommode, einen hohen Kühlschrank mit kleinem Gefrierfach, einen weiteren kleinen Tisch mit Stuhl, diverse Pflanzen und viele, viel Kleinigkeiten, auch Nippes genannt. In dem Bereich, der durch den L-förmigen Grundriss separiert wurde, dürfte sich ihr Schlafzimmer befunden haben, jedenfalls war alles zusammen nicht größer als eine Gartenlaube und wie alle russischen Räume ~ egal, ob Wohnung, Zug, Bus oder Auto ~ in denen sich Menschen aufhalten, bullig aufgeheizt. Na ja, wenn man ein halbes Jahr oder länger Winter mit Minusgraden um die 40 Grad hat, ist das wohl nachvollziehbar.

Um es kurz zu machen, diese Fahrt hat zwar den ganzen Tag gedauert, von morgens kurz nach acht bis in den frühen Abend. Als ich wieder im Hostel eintrudelte, zeigte die Uhr 21 Uhr. Aber der Tag war jede seiner Sekunden wert, auch wenn an diesem Tag zum ersten Mal in Irkutsk etwas Schnee lag und es wie bei meiner Ankunft, minus 2 Grad war.
Für mein Empfinden hätte das ein oder andere kürzer abgehandelt werden können, vor allem die Pausen, weil der Wind die Kälte beim Draußen-herum-laufen noch potenzierte. Aber dieses Gewässer hat etwas, das ich in dieser Form noch bei keinem See, Fluss oder Meer gespürt habe. Ich kann mir vorstellen, nicht das letzte Mal hier gewesen zu sein. Vor allem möchte ich den Winter mit der riesigen Eisfläche mal erleben, falls es bei der globalen Erwärmung noch möglich ist. Aber morgen, am Donnerstag würde ich mich nicht mehr nur am Rand des Sees bewegen, sondern auf die Insel Olkhon wechseln, um komplett von ihm umgeben zu sein.

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